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Bericht der EU-Kommission: 31.000 Unternehmen in der EU in russischer Hand


Stand: 28.10.2022 10:23 Uhr

In einem aktuellen Bericht stellt die EU-Kommission fest, dass fast 31.000 Unternehmen in Europa wirtschaftlich Berechtigte aus Russland haben. Unter ihnen sind Geschäftsleute, die sanktioniert wurden.

Nach Angaben der EU-Kommission sind russische Geschäftsleute in Europa nach wie vor sehr aktiv – vor allem in der Immobilien-, Bau- und Hotelbranche sowie in der Finanz- und Energiebranche. Laut einer Studie gibt es in Europa fast 31.000 Unternehmen, deren wirtschaftlich Berechtigte aus Russland stammen.

Die Studie wird in einem Bericht der EU-Kommission zu den Risiken der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung an den Rat der Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament zitiert.

Gegen 1.400 von ihnen wurden Sanktionen verhängt

Von den 31.000 Unternehmen mit wirtschaftlichen Eigentümern aus Russland haben mindestens 1.400 Unternehmen Eigentümer, die kürzlich sanktioniert wurden, so der Bericht der EU-Agentur. Konkret geht es um 33 Personen.

Gleichzeitig weist die EU-Kommission in dem Bericht darauf hin, dass einige Oligarchen ihren Besitz oder ihre Kontrolle über Unternehmen durch in Drittstaaten registrierte Zwischengesellschaften oder lokale Nominalaktionäre verschleiern könnten.

EU will Steuerhinterziehung besser verhindern

In einem Abschnitt des Berichts über Russlands Krieg gegen die Ukraine erfordert die ordnungsgemäße Umsetzung der EU-Maßnahmen zum Einfrieren von Vermögenswerten eine „wirksame Durchsetzung der Transparenzregeln für wirtschaftliche Eigentümer“. Darüber hinaus setzt sich die Behörde unter anderem für einen besseren Informationsaustausch und eine „angemessene“ Offenlegung und Überwachung von Vermögenswerten ein, die vor den Finanzbehörden verborgen sind.

Demnach sei die Gründung von Briefkastenfirmen noch relativ einfach, so dass sie genutzt würden, um „durch undurchsichtige Transaktionen Hunderte Millionen Euro zu bewegen“. Mit Hilfe von Briefkastenfirmen konnten Kriminelle nicht nur Herkunft und Bestimmungsort von Geldern verschleiern, sondern auch den eigentlichen Begünstigten der Transaktion verschleiern.

Bericht: Einfluss von Autokratien sollte bekämpft werden

Die betreffenden Gelder könnten also sowohl zur persönlichen Bereicherung als auch zur Destabilisierung ganzer Länder verwendet werden. „Die Aufdeckung von Schwarzgeldströmen trägt nicht nur zur Verteidigung der Demokratie und der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der EU bei, sondern hilft auch, den Einfluss von Autokratien zu bekämpfen“, so die Kommission.

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