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Aus verunglückten Waggons wurde Benzin gepumpt


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Auf dem Bahndamm liegen entgleiste Kesselwagen und der Triebwagen des aufgefahrenen Güterzuges. © Michael Matthey/dpa

Nach der Kollision zweier Güterzüge, bei der vier Kesselwagen mit Propangas umgestürzt sind, ist das Abpumpen des Gases nun abgeschlossen. Was kommt als nächstes?

Leiferde – Nach dem schweren Güterzugunglück auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin haben die Helfer das gefährliche Propangas nun restlos aus den verunglückten Waggons entfernt. Die Pumparbeiten seien beendet, die Unfallstelle bei Leiferde könne bald für weitere Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten an die Bahn übergeben werden, teilte die zuständige Feuerwehr der Gemeinde Meinersen am Freitagnachmittag mit. Zuvor hatte der Radiosender Antenne Niedersachsen über den aktuellen Stand berichtet.

Die vier havarierten Kesselwagen seien inzwischen komplett entleert und sicherheitshalber mit flüssigem Stickstoff gespült worden, erklärte ein Feuerwehrsprecher: „Wir können die Baustelle daher voraussichtlich morgen (Samstag) Mittag übergeben.“ Es ist nicht mehr erforderlich, Restmengen des explosiven Gases kontrolliert abzufackeln.

Vorerst mehr Zugausfälle und Verspätungen

Seit vergangenem Wochenende sind auch Bergungsexperten von Betriebsfeuerwehren und THW auf der Strecke im Einsatz. Auf der wichtigen Fernverkehrsverbindung westlich von Wolfsburg sind zwei Güterzüge zusammengestoßen. Vier umgestürzte Kesselwagen enthielten ursprünglich 200 Tonnen Propangas. Bei der Arbeit mit dem hochentzündlichen Kohlenwasserstoff musste mit Explosionsgefahr gerechnet werden – die sorgfältige Bergung dauerte daher länger.

Reisende müssen sich vorerst weiterhin auf Annullierungen und Verspätungen einstellen. Zuletzt ging die Deutsche Bahn davon aus, dass es auf der Ost-West-Strecke bis Mitte Dezember zu längeren Fahrzeiten, Einschränkungen und Umleitungen kommen könnte. dpa