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Wirtschaft und Börse

Aufgrund der hohen Energiepreise planen einige Industrieunternehmen in Deutschland, ihre Produktion zu erhöhen


Das ist das Ergebnis einer neuen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), über die das „Handelsblatt“ berichtet. Demnach wollen 17 Prozent ihre Produktion reduzieren und etwa jedes zwölfte Industrieunternehmen (acht Prozent) will seine Produktion wegen der gestiegenen Kosten verlagern.

Besonders häufig sehen sich Unternehmen aus der Automobilindustrie (17 Prozent) dazu genötigt. Für DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sind die Umfrageergebnisse alarmierend: „Die Lage in unserer Wirtschaft ist dramatisch – konsequentes Krisenmanagement und schnelleres Handeln sind jetzt zwingend erforderlich.“ Besonders düster ist der Umfrage zufolge die Lage in der Automobilindustrie. Die Energiekosten sind so drückend, dass 16 Prozent der Autohersteller ihre Produktion bereits gedrosselt haben und 17 Prozent ihre Produktion verlagern wollen. 43 Prozent der Autohersteller bezeichnen ihre Finanzlage mittlerweile als problematisch, die Zahl der Zulieferer beträgt fast die Hälfte (49 Prozent) – ein starker Anstieg seit dem Frühsommer. Der Anteil der Lieferanten, die sich von Insolvenz bedroht sehen, hat sich im gleichen Zeitraum von einem auf drei Prozent verdreifacht. „Für uns brennt das Licht, weil wir sehen, mit welcher Geschwindigkeit sich die Finanzierungssituation in Unternehmen verschlechtert – ein Thema, das seit vielen Jahren von der Agenda verschwunden ist.“

dts Deutsche Textdienst Nachrichtenagentur GmbH



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