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Auch Leipzig kann den Klassenerhalt schaffen, klettert in der Tabelle weiter nach oben.


Nach dem Gala-Abend gegen Real Madrid lieferte RB Leipzig auch im Alltag Bundesliga-Fußball ab. Das Team von Trainer Marco Rose gewann am Samstag mit 2:0 (1:0) gegen Bayer Leverkusen und kletterte damit vorerst auf einen Platz im Europapokal.

So hoch stand der Pokalsieger in dieser Saison noch nie, Leverkusen rutschte auf den Relegationsplatz 16 ab. Christopher Nkunku (32. Minute) und Timo Werner (83.) erzielten vor 45.598 Fans die Tore des Nachmittags.

Vier Tage nach dem 3:2-Erfolg gegen den Titelverteidiger in der Champions League nahm Rose taktische und personelle Veränderungen vor. Fünf neue Spieler rutschten in die Startelf, lediglich der Torwechsel von Janis Blaswich zu Örjan Nyland wurde forciert. Blaswich wird von Wadenproblemen geplagt, Rose wollte den 31-Jährigen für das entscheidende Königsklassenspiel am 2. November in Warschau gegen Donezk schonen. So feierte Nyland, der für den verletzten Kapitän Peter Gulacsi neu verpflichtet wurde, sein RB-Debüt.

Beim norwegischen Nationaltorhüter kam eine veränderte Grundordnung hinzu. Zum ersten Mal in seiner Amtszeit startete Rose mit einer Dreierkette und wollte den drei Stürmern im Angriff der Gäste entgegentreten. Dies führte letztlich dazu, dass sich beide Mannschaften gegenseitig neutralisierten und sich ein Spiel ohne Torchancen entwickelte. Bayer kam in der ersten Halbzeit nicht einmal zu einem Torschuss.

Leipzig war genau eine Standardsituation besser. Bei einem Freistoß von Dominik Szoboszlai drehte sich alles um den nachgerückten Willi Orban. Nkunku kam von hinten und bedankte sich für die Freiheit im Strafraum. Es war der neunte Treffer im zwölften Ligaspiel für den französischen Nationalspieler. Zum Leidwesen der Fans hatte das Tor keinen Hellwach-Effekt und das Spiel blieb beim Status quo. Leipzig kontrollierte Bayer ohne größere Probleme, kam aber wie gewohnt in der Offensive nicht zu seinen Chancen.

Trotz aller Kontrolle reagierte Rose zur Halbzeit. Der verletzte Mohamed Simakan wurde in der Innenverteidigung durch Josko Gvardiol ersetzt. Im zentralen Mittelfeld musste Kevin Kampl dem kampfstärkeren Amadou Haidara weichen. Mit Kontrolle und Kontern drängte Leipzig auf den zweiten Treffer. Szoboszlai war der Winkel zu spitz (57.), nach einer genialen Aktion durch Nkunku und Timo Werner kickte Haidara eine Minute später nach einer Ecke über den Ball. Auf der Gegenseite fabrizierte Daley Sinkgraven (61.) den ersten Leverkusener Torschuss, mit dem Nyland keine Probleme hatte.

Bayer-Trainer Xabi Alonso wechselte in der Offensivabteilung – allerdings nur in Bezug auf die Position. Der Ex-Leipziger Patrik Schick ersetzte im Sturm seinen tschechischen Landsmann Adam Hlozek. Im zentralen Mittelfeld übernahm Exequiel Palacios den Platz von Nadiem Amiri. An der Hilflosigkeit von Bayer änderte dies wenig, 15 Minuten vor Schluss brachte Alonso in Callum Hudson-Odoi seinen letzten Trumpf heraus.

Hat nicht viel gebracht, stattdessen traf Werner die Entscheidung. Bei einem Konter von Haidara war der Nationalspieler so geschickt, wie er es braucht. Werner nutzte seine Schnelligkeit gegen Jonathan Tah und verwandelte nach einem 30-Meter-Sprint souverän.



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