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Arsenal für fünf Großangriffe: Kiew: Russland hat seit Februar 400 Marschflugkörper gebaut

Arsenal für fünf große Angriffe
Kiew: Russland hat seit Februar 400 Marschflugkörper gebaut

Mit Sanktionen im Technologiebereich wollen die USA und die EU die russische Rüstungsindustrie in die Schranken weisen. Das scheint nur teilweise zu funktionieren. Dementsprechend ist die russische Armee auf alte Munitionsbestände angewiesen. Gleichzeitig soll sie jeden Monat 40 neue Cruise Missiles erhalten.

Laut US-Militärquellen setzt Russland bei seinen Luftangriffen auf die Ukraine inzwischen auch minderwertige, jahrzehntealte Munition mit hohen Ausfallraten ein. „Sie haben auf ihre alternden Munitionsvorräte zurückgegriffen“, sagte ein hochrangiger Insider, der nicht genannt werden wollte. Ein Teil der Munition ist über 40 Jahre alt. „Mit anderen Worten, Sie laden die Munition, drücken die Daumen und hoffen, dass sie feuert oder beim Aufprall explodiert.“

Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden. Zumindest teilweise scheinen sie von der Ukraine entkräftet zu werden. Im Gespräch mit der New York Times sagte der stellvertretende Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes Wadym Skibitsky, Russland habe seit Beginn des Krieges am 24. Februar rund 400 moderne Marschflugkörper hergestellt, trotz Technologiesanktionen der USA und der EU. Das Arsenal der russischen Armee reiche noch für „drei bis fünf Luftangriffswellen“ aus, wobei jede Welle etwa 80 bis 90 Raketen enthalte.

Großangriff kostet bis zu 700 Millionen Dollar

Dem Bericht zufolge rechnet die Ukraine damit, dass die russische Verteidigungsindustrie etwa 40 neue Raketen pro Monat produzieren kann. Seit Februar wurden 240 luftgestützte Marschflugkörper vom Typ Ch-101 hergestellt. Es gibt auch 120 Kalibr-Marschflugkörper, die von der russischen Marineflotte eingesetzt werden.

Die Kosten moderner Marschflugkörper sind erheblich. Nach einem russischen Großangriff im Oktober, bei dem 84 Marschflugkörper zum Einsatz kamen, errechnete die ukrainische Ausgabe des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ einen Gesamtwert des Angriffs zwischen 400 und 700 Millionen US-Dollar. Demnach kostet die Herstellung eines Ch-101-Marschflugkörpers 13 Millionen US-Dollar. Eine Kalibr-Lenkwaffe kostet demnach 6,5 Millionen US-Dollar.