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ARD-Team wird von israelischem Militär festgehalten und bedroht


ARD-Team wird von israelischem Militär festgehalten und bedroht

Stand: 5. November 2023 20:50 Uhr

Auf dem Weg zurück von der Erforschung der Gewalt radikaler Siedler gegen Palästinenser ist ein ARD-Team von israelischen Soldaten im Westjordanland festgenommen und bedroht. Der ARD-Studio Tel Aviv sieht darin einen klaren Angriff auf die Pressefreiheit.

Ein Team von ARD wurde von Soldaten des israelischen Militärs (IDF) im palästinensischen Westjordanland festgehalten und bedroht. Entsprechend der ARD-Studios Tel AvivDas von Bayerischer Rundfunk (BR) operiert wird, war Korrespondent Jan-Christoph Kitzler bereits auf dem Rückweg von einem Interview mit einem palästinensischen Mitarbeiter und einem deutschen Mitarbeiter, als sie südlich der palästinensischen Stadt Hebron von israelischen Soldaten angehalten wurden.

Wie Kitzler berichtet und Handyvideos des Teams zeigen, verhielten sich die Soldaten unterschiedlich ARD-Team extrem aggressiv. Im Mannschaftsfahrzeug befanden sich mehrfach Waffen. Das haben die Soldaten immer wieder gefilmt ARD-Team aus nächster Nähe – ein klarer Einschüchterungsversuch für Kizler und das Team.

Soldaten haben offenbar Reservisten eingezogen

Nach Angaben des Teams handelte es sich bei den Soldaten vermutlich um Siedler aus der Gegend, die nun als Reservisten eingezogen wurden. Sie waren in einem Privatfahrzeug unterwegs und trugen zivile Kopfbedeckungen.

„Die Soldaten bedrohten uns mit ihren Waffen und fragten uns, ob wir Juden seien. Unser Kollege wurde als Verräter beschimpft“, berichtet Kitzler. „Journalisten, die über die Ereignisse im Westjordanland im Schatten des Gaza-Krieges berichten wollen, werden offenbar daran gehindert. Und das Ganze im Namen der israelischen Streitkräfte.“

Der ARD-Team war dort, um über Gewalt radikaler Siedler gegen Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland zu berichten. Mit Beginn des Krieges nahm die Zahl deutlich zu und es wurden zahlreiche Fälle dokumentiert.

„Wir können diesen Ansatz nicht akzeptieren“

Für Christian Limpert, Leiter der ARD-Studios Tel AvivBei dem Fall handelt es sich um den Versuch, die Berichterstattung aus dem palästinensischen Westjordanland massiv zu behindern, auch andere internationale Medien sind betroffen. „Für uns ist dies der zweite Vorfall innerhalb einer Woche. Unser Team hat sich eindeutig als akkreditierte Pressevertreter zu erkennen gegeben und war weit entfernt von militärischen Sicherheitsbereichen. Wir können das Vorgehen des israelischen Militärs nicht akzeptieren.“

Erst nach mehr als einer Stunde entspannte sich die Lage, nachdem weitere israelische Soldaten und Polizeikräfte hinzugezogen wurden. Auch das für Auslandskorrespondenten zuständige „Foreign Desk“ der IDF vermittelte telefonisch.

Der BR betrachtet die Veranstaltung als Angriff auf die Pressefreiheit. Unter anderem die Foreign Press Association (FPA) in Israel hat angekündigt, in dieser Angelegenheit Maßnahmen zu ergreifen. Der ARD-Studio Tel Aviv wird einen Anwalt mit der rechtlichen Prüfung des Vorfalls beauftragen.

ARD-Team wird von israelischem Militär festgehalten und bedroht

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