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Deutschland Nachrichten

Anschlag in Essen: Festnahme nach Schüssen auf die Synagoge


Stand: 25.11.2022 15:08 Uhr

Die Schüsse auf die Alte Synagoge in Essen könnten nur Teil mehrerer antisemitischer Straftaten im Ruhrgebiet gewesen sein. Nun gibt es drei mögliche Tatorte – und eine erste Festnahme.

Kurz nach den Schüssen auf den Gebäudekomplex der Alten Synagoge in Essen sprach Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul von einem „Anschlag“. Nun ist klar, dass die Kriminalität ein viel größeres Ausmaß haben könnte. Denn am Freitag wurde bekannt, dass es in derselben Nacht zu weiteren Vorfällen im Ruhrgebiet gekommen war. Es gab auch eine erste Festnahme.

Reul sagte am Freitag im Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags: „Wir reden nicht nur über die alte Synagoge in Essen, wo in der Nacht vom 17. auf den 18. November etwas passiert ist.“ Dies war nicht die einzige Straftat in diesem Zusammenhang.

Zwischen diesen Taten besteht „möglicherweise“ ein Zusammenhang. Die neuen Erkenntnisse könnten die Essener Tat in ein „anderes Licht“ rücken, sagt Reul.

Erste Festnahme

Zudem meldete Reul einen ersten Ermittlungserfolg. „Vermutlich hat es in diesem Zusammenhang bereits eine Festnahme für einen Beteiligten gegeben.“ Weitere Angaben machte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen jedoch nicht.

Reul über Schüsse auf das Rabbinerhaus in Essen

25.11.2022 15:00 Uhr

Kurze Zeit später teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit, dass ein 35-jähriger Deutsch-Iraner bereits vergangene Woche festgenommen worden sei und sich nun in Untersuchungshaft befinde. Ihm wird vorgeworfen, bei einem Brandanschlag auf die Synagoge in Dortmund eine weitere Person als Mittäter gewonnen zu haben. Diese Person weigerte sich jedoch und ging stattdessen zur Polizei.

Molotow-Cocktail in der Nähe der Bochumer Synagoge

In der Synagoge in Dortmund ist eigentlich nichts passiert. Stattdessen ereignete sich in Bochum in derselben Nacht, in der auf die Alte Synagoge in Essen geschossen wurde, ein Zwischenfall. Dort wurde ein Molotow-Cocktail auf die Hildegardis-Schule geworfen. An der Fassade entstand Brandschaden.

Ein Detail ist in diesem Zusammenhang wichtig: Die Schule grenzt direkt an die Bochumer Synagoge. Der festgenommene Deutsch-Iraner steht nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft im Verdacht, für diese Tat verantwortlich zu sein – neben der Anstiftung zu schwerer Brandstiftung in Dortmund. In einem Interview mit dem WDR sagte der Schulleiter, er gehe davon aus, dass die Schule verwirrt worden sei und der Angriff gegen die jüdische Gemeinde gerichtet sei.

Die zentrale Frage ist nun, ob der 35-Jährige auch etwas mit den Essener Schüssen zu tun hatte – oder ob der zeitliche und örtliche Zusammenhang nur ein Zufall ist. Die Generalstaatsanwaltschaft sagt: „Gegenstand der Ermittlungen ist insbesondere, ob ein Zusammenhang mit der Tat in Essen besteht.“ Auf die laufenden Ermittlungen wird verwiesen.

Wir berichten über das Thema in den aktuellen Sendungen des WDR Fernsehens und des WDR Hörfunks

Quelle: wdr.de

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