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Anleger sind dennoch enttäuscht: Apple fährt fort, Rekorde aufzustellen


Anleger sind dennoch enttäuscht
Apple fährt fort, Rekorde aufzustellen

Apple trotzt der Zurückhaltung der Verbraucher und wächst weiter. Während der PC-Markt im Allgemeinen rapide schrumpft, sind Mac-Computer gefragter denn je. In Cupertino herrscht jedoch Skepsis, ob der Erfolgskurs beibehalten werden kann.

Als eines der wenigen US-amerikanischen Technologieunternehmen hat Apple mit seinen Quartalsergebnissen die Markterwartungen übertroffen. Das verdankte der Elektronikkonzern einer überraschend starken Nachfrage nach klassischen Computern. Der Umsatzbringer iPhone hingegen schwächelte, auch wenn er Apples Hauptstütze bleibt. Die Einnahmen aus dem Verkauf stiegen zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 auf 42,6 Milliarden US-Dollar, teilte die Gruppe mit. Das ist ein Rekordwert für ein viertes Quartal. Analysten hatten auf knapp eine Milliarde Dollar mehr gehofft. Der Gesamtumsatz stieg um acht Prozent auf 90,1 Milliarden US-Dollar und der Gewinn erreichte 1,29 US-Dollar pro Aktie. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel leicht nach, nachdem sie 5 Prozent verloren hatte.

Apfel 144,80

Dank einer neuen Generation von MacBook-Air- und MacBook-Pro-Modellen nahm Apple mit Desktop-Rechnern und Laptops 11,5 Milliarden Dollar ein, gut zwei Milliarden mehr als erwartet. Auch die Bruttomarge ist mit 43,3 Prozent ein Rekordwert für ein viertes Quartal. „Wir haben besser abgeschnitten als erwartet, obwohl Wechselkurseffekte eine erhebliche Belastung darstellten“, sagte Apple-Finanzvorstand Luca Maestri. Diese bezifferte er auf zehn Prozent. Er wies auch darauf hin, dass ein Teil des Aufschwungs im Computergeschäft auf Nachholeffekte zurückzuführen sei. Eine Fabrik, die Mac-Computer herstellt, stand zuvor lange still.

Trotz der starken Zahlen war Maestri hinsichtlich der Zukunftsaussichten vorsichtig. Er warnte vor einem Rückgang des Konzernumsatzes für das laufende Quartal. Die Aktien des Unternehmens fielen im nachbörslichen Handel in den USA um 2 Prozent. „Apple leidet zusammen mit anderen Unternehmen unter den Belastungen des wirtschaftlichen Umfelds und anhaltenden Lieferkettenproblemen“, sagte Analyst Jesse Cohen vom Online-Broker Investing.com. Allerdings meistert das Management die Schwierigkeiten besser.

Amazon verschreckte die Anleger mit enttäuschenden Quartalszahlen und einem pessimistischen Ausblick. In dieser Woche hatten bereits der Softwarekonzern Microsoft, die Google-Mutter Alphabet und Meta – Betreiber von Facebook, Instagram und WhatsApp – schwache Zahlen präsentiert.

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