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Amazonasgebiet in Peru: Indigene lassen Touristen wieder frei


Stand: 05.11.2022 02:36 Uhr

Nach Angaben von Peru sind die Touristen, die von Ureinwohnern im peruanischen Amazonas festgehalten wurden, wieder frei. Mit der Aktion wollten die Ureinwohner auf ein Ölleck in der Region aufmerksam machen.

Dutzende von Touristen, die von protestierenden Dorfbewohnern im peruanischen Amazonas festgehalten werden, sind frei. „Mir wurde bestätigt, dass die Schiffe zu den Häfen zurückkehren können, von denen sie ausgelaufen sind“, sagte Außenhandels- und Tourismusminister Roberto Sánchez.

Protest gegen Ölleck

Aus Protest gegen die Untätigkeit der Regierung nach einem Ölleck hatten die Dorfbewohner seit Donnerstag mehrere Schiffe mit insgesamt rund 150 Menschen an Bord auf dem Marañón-Fluss gestoppt und die Passagiere festgenommen. Darunter war ein Schiff mit rund 70 Touristen aus dem In- und Ausland, darunter ein deutscher Urlauber an Bord, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin mitteilte. Auch Touristen aus den USA, Spanien, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz sollen auf dem Schiff sein.

Mit der Aktion wollten die Dorfbewohner die Regierung dazu bewegen, etwas gegen ein Ölleck in der Region zu unternehmen. Zuletzt war wiederholt Öl aus einer Pipeline des Energiekonzerns Petroperú ausgetreten und hatte den Fluss Marañón verschmutzt. Petroperú gab bekannt, dass die Pipeline mehrmals absichtlich beschädigt wurde.