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49-Euro-Ticket – Deutsche Bahn: Keine Kapazität für zusätzliche Züge


Der Hauptbahnhof in Frankfurt am Main (Nicolas Hansen Berlin)

Der für Infrastruktur zuständige Vorstand Huber sagte der Zeitung „Welt am Sonntag“, dass im Regionalverkehr rund um die großen Knotenbahnhöfe kein Platz für zusätzliche Züge sei. Da kann man aus einem Halbstundentakt keinen Viertelstundentakt mehr machen. Die Infrastruktur sei „eng“. Kurzfristig könne man versuchen, eine mögliche Nachfragesteigerung durch mehr Sitzplätze in den Zügen zu lösen, sagte Huber. Aber auch hier gibt es Grenzen.

„Das Netz wird immer störanfälliger“

Zum Thema Verspätungen sagte Huber, es sei nicht hinnehmbar, wie unpünktlich der Zug in diesem Jahr gewesen sei. Ein großer Teil des Problems ist das strukturell veraltete Netz, dessen Störanfälligkeit zunimmt. Es bestehe ein Sanierungsstau von 50 Milliarden Euro, betonte der Bahn-Vorstand.

Bund und Länder haben sich grundsätzlich auf die Einführung des bundesweiten 49-Euro-Nachttickets geeinigt, viele Fragen zur Finanzierung und Umsetzung sind jedoch noch nicht geklärt. Dies soll am kommenden Dienstag bei einer Sondersitzung der Verkehrsminister geschehen.

Die kommunalen Spitzenverbände drohten im Vorfeld, das Projekt scheitern zu lassen. Das 49-Euro-Ticket könne nur eingeführt werden, wenn alle Kosten von Bund und Ländern kompensiert seien, schrieben Stadtrat, Kreistag und Stadt- und Gemeindeverband diese Woche an die Verkehrsministerien und Fraktionen.

Diese Botschaft wurde am 26.11.2022 im Deutschlandfunk ausgestrahlt.