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Politische Nachrichten

17. Spieltag: Berisha mit dem Außenfuß: Augsburg schlägt Gladbach


17. Spieltag
Berisha mit Außenrist: Augsburg schlägt Gladbach

Torschütze Mergim Berisha (M) gewann mit seinem Augsburger Team das Heimspiel gegen Mönchengladbach. Foto

© Peter Kneffel/dpa

Vizeweltmeister Marcus Thuram ist zurück bei Borussia Mönchengladbach – doch der FC Augsburg feiert. Matchwinner ist Mergim Berisha mit einem Stunt.

Nach dem eiskalten Fehlstart von Borussia Mönchengladbach ins neue Bundesliga-Jahr vergrub der zerknirschte Trainer Daniel Farke die Hände in seiner dicken Winterjacke. Der Augsburger Trainer Enrico Maaßen hingegen schnappte sich Manager Stefan Reuter und schrie seine Freude heraus.

Dank Kunstschütze Mergim Berisha holte der FC Augsburg den ersten Sieg seit Anfang Oktober und setzte Borussia Mönchengladbach weiter unter Druck. Mit einem herrlichen Volleyschuss mit der Fußaußenseite in der 82. Minute war der Stürmer vor 23.158 Zuschauern der Matchwinner für die entschlossenen Hausherren beim 1:0 (0:0).

Auch die Rückkehr des französischen Vize-Weltmeisters Marcus Thuram brachte der offensiv blassen Borussia am Ende nichts. Sie hat in diesem Jahr keine Punkte und in der Bundesliga noch keinen Dreier auswärts. Nach dem spektakulären 3:4-Erfolg bei Borussia Dortmund belohnten sich die Augsburger endlich für ihre Angriffsbemühungen und feierten nach acht Spielen erneut einen Sieg.

Weigl: „Große Enttäuschung“

„Das war ganz klar ein verdienter Sieg. Ich freue mich riesig, dass die Mannschaft belohnt wurde. Sie haben am Sonntag in Dortmund ein tolles Spiel gemacht, eine unglaublich leidenschaftliche Leistung gezeigt und sind dreimal zurückgekommen. Das zeigt auch, dass wir noch nachlegen können.“ “, sagte Reuter im Fernsehsender Sky. Gladbachs Julian Weigl hingegen sprach von einer „großen Enttäuschung“ und zankte: „Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns auf das Augsburg-Spiel eingelassen und selbst kaum Fußball gespielt. Die waren dann einfach griffiger und Torchancen bekommen, die wir so gut wie nie hatten.“

Augsburgs Trainer Enrico Maassen trieb seine Stürmer immer wieder zum Angriff auf die Mönchengladbacher Abwehr an. Auch das schnelle Umschalten der Hausherren klappte einige Male ganz gut. Berisha, der nach seiner Gelbsperre sofort wieder in die Startelf zurückkehrte, ließ Borussias Außenverteidiger Rami Bensebaini in der neunten Minute nach Balleroberung von Arne Maier folden und scheiterte nur noch an Yann Sommers Torwart-Nachfolger Jonas Omlin.

Gladbach offenbart Tempodefizite

Was beim 2:3-Erfolg gegen Bayer Leverkusen zum Bundesliga-Neustart nicht zu übersehen war, offenbarte Borussia: Das schnelle Umschaltspiel des Gegners sorgte wegen eigener Tempodefizite für Probleme. Immerhin Stefan Lainer (19.) konnte mit seinem Schuss aus 17 Metern für etwas Gefahr sorgen.

Viel wichtiger als Lainer ist in der Offensive Thuram. Der 25-jährige Franzose stand nach anhaltenden Knieproblemen wieder in der Startelf und ersetzte den erkrankten Jonas Hofmann. Thuram ist nicht nur torgefährlich, sondern kann den Ball auch in der Spitze halten.

Das vermeintliche erste Tor des Spiels erzielte Augsburg. Nach einem Eckstoß verfehlte Omlin, der von Jeffrey Gouweleeuw im Fünfmeterraum bedrängt wurde, den Ball nicht richtig. Der kroatische Neuzugang Dion Beljo (36.) war tatsächlich dabei und staubte aus kürzester Distanz ab. Der Videoassistent schaltete sich jedoch ein und erkannte den Treffer aufgrund einer hauchdünnen Abseitsstellung.

Augsburg kam zielstrebig aus der Kabine und drängte vehement aufs Tor. Allerdings konnten weder Maier (51.) noch Berisha (52.) Omlin besiegen. Borussia gelang in dieser Phase in der Offensive kein Erfolg. Die Augsburger konnten das Angriffstempo nicht bis zum Schluss durchhalten, doch Berishas sehenswertes Tor nach Flanke des eingewechselten Kelvin Yeboah reichte zum Sieg.

dpa

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